Windkraft-Pläne am Wädenswiler Berg

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Windkraft-Pläne im Wädenswiler Berg

In der Energieplanung des Kantons Zürich konzentrieren sich die Pläne von Baudirektor Martin Neukom (Grüne) primär auf den Wädenswiler Berg. Unser Gebiet wurde vom Kanton als eines der zentralen Potenzialgebiete für Windenergie identifiziert und als „sehr geeignet“ eingestuft.

Das Projekt: Drei Giganten für die Region

Der geplante Windpark umfasst drei Anlagen mit einer geschätzten Gesamthöhe von jeweils etwa 220 Metern. Laut Baudirektion könnten diese Turbinen jährlich rund 30 Gigawattstunden (GWh) Strom produzieren. Diese Energiemenge würde ausreichen, um den Strombedarf von bis zu 5.600 Wärmepumpen zu decken oder rund 17.000 Elektroautos zu versorgen. Damit würde das Projekt einen rechten Beitrag zur Deckung des lokalen und kantonalen Energiebedarfs leisten, insbesondere um die Stromlücke im Winter zu schliessen.

Standortvorteile und Infrastruktur

Der Wädenswiler Berg ist durch seine geografische Lage als langgestreckter, sanfter Hügel attraktiv für die Planer. Auch die gute Erschliessung über die Autobahnausfahrt A3 Wädenswil ist ein Vorteil, was den Antransport der massiven Bauteile über die Weiler Bachgaden und Gisenrüti erleichtert.

SVP-Initiative gescheitert

Eine von der SVP Wädenswil im Oktober 2024 initiierte Volksinitiative, die eine strikte 1000-Meter-Abstandsregelung zu bewohnten Gebäuden forderte, wurde von der Stimmbevölkerung abgelehnt. Damit scheiterte ein Versuche, das Projekt faktisch zu verhindern, und der Weg für die kantonale Planung bleibt offen.

Zeitlicher Rahmen

Trotz der politischen Klärung durch die abgelehnte Abstandsinitiative steht das Projekt noch am Anfang. Die Aufnahme in den kantonalen Richtplan schafft die planerische Grundlage, doch bis zur tatsächlichen Realisierung der drei 220-Meter-Anlagen wird das Verfahren aufgrund der komplexen Genehmigungsschritte noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Quartierverein mahnt und bleibt dran

Der Quartierverein mahnt zur Rücksichtnahme, da für dasselbe Gebiet (Waggital) auch eine Deponie geprüft wird. Er bleibt dran, um sich für die Interessen seiner Mitglieder einzusetzen.

(Aus Informationen aus dem Tagesanzeiger und dem Wädenswiler Anzeiger zusammengestellt)